Von Einer die sich dann doch nicht auszog

Mal wieder was Skurriles aus dem Leben des Autors

Es mag so in etwa der Herbst des Jahres 1987 gewesen sein, als ich mich mit einer Bekannten und wiederum einer Bekannten von dieser Bekannten in ein mir damals bekanntes Lokal begab, um ein paar Cocktails zu schlürfen und ein wenig zu plaudern. Im Laufe des Abends begab es sich nun, dass wir auf die Figur von der Bekannten der Bekannten zu sprechen kamen und darüber waren wir keineswegs einer Meinung. Diese Dame war von höchst zierlicher Gestalt und auch nicht gerade eine Riesin was den Höhenwuchs anbelangt, jedenfalls nach landläufger Vorstellung bei Kleidergröße – geschätzt  zwischen 34 und 36 – eine durchaus wohlgeformte und anmutige Erscheinung. Als mager konnte man sie guten Gewissens auch nicht bezeichnen, sie selbst jedoch fand sich mancherorts, natürlich an den unvorteilhaftesten Stellen, zu üppig gepolstert und war von dieser abstrusen Idee auch gar nicht abzubringen.

So disputierten wir ein wenig hin und her über die Figürchen und Ideale und die Bekannte der Bekannten meinte schließlich im vollen Ernst, dass sie sich mir nun nackt zeigen wolle, um mich von der Richtigkeit ihrer Thesen zu überzeugen. Mir und wohl auch der anderen anwesenden Dame brach irgendetwas aus, was man zwischen Lachen und kaltem Schweiss einsortieren kann und es gelang uns zumindest die “Enthüllung” auf einen anderen Ort und ein anderes Datum zu verschieben.

Hatte ich zunächst noch gewähnt, dass jene Begebenheit nur einem Übermaß an Alkohol geschuldet war, so musste ich wenige Tage später bereits konstatieren, dass die Dame ihr Vorhaben keineswegs vergessen oder aufgegeben hatte. Vielmehr dämmerte selbst mir langsam, dass diese “Ausziehnummer” mir noch Geschmack auf  weitaus mehr machen sollte. Da mein Sehnen und Streben nach Paarung respektive Zweisamkeit zu jenen Tagen einer ganz anderen Menschin galt, nur eben nicht jener entblätterungswilligen, jungen Dame, musste ich irgendwie zusehen, wie ich aus der Sache wieder rauskam.

Beim nächsten Treffen mit der Bekannten der Bekannten kam mir der Zufall zu Hilfe. Entgegen aller Planungen konnte besagte Lady gar nicht lange bleiben, weil in ihrer Arbeit irgendwas Besonderes anstand, wie auch immer. Da sie aber auch in der Kürze der Zeit nicht vergaß erneut auf ihre Entblößungsabsichten zu meinen “Gunsten” hinzuweisen, beschloß ich mich in nächster Zukunft doch eher ein wenig fernzuhalten…

Das hatte ich mir aber nur so vorgenommen, gekommen ist es dann ganz anders. Wie und warum auch immer begattete ich ein paar Mal die Bekannte; die Bekannte der Bekannten erfuhr das natürlich und hatte fürderhin nicht mehr die geringste Absicht sich vor mir zu auszuziehen. Das Leben ist groß :-)

Paralleluniversum

Oder: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

So wird das nichts mit der Blogpause. Ich muss kurz berichten. Unglaubliches ist geschehen.

Heute sind mir ja schon zwei Blogpostings mit Grenzfragen über den Weg gelaufen und sie haben mich schon auch nachdenklich gemacht.  Jeder Beitrag auf seine eigene Weise. Andererseits vergisst man auch schnell wieder, wendet sich anderen Dingen zu und ganz plötzlich wird man mit einem Geschehen, Ereignis, wie auch immer man das bezeichnen möchte, konfrontiert, das sträuben sich die Nackenhaare. Zum Glück war Frau @kuestennebel schnell mit dem Finger am Auslöser, so dass man das Unglaubliche nicht nur erzählen, sondern sogar als Fotobeweis direkt vorlegen kann.  Seht selbst…

Gegenstand aus einer Parallelwelt?

Gegenstand aus einer Parallelwelt?

… dieses gelbe Teil flog plötzlich durch unseren Flur und war bald darauf wieder verschwunden. Wir sind fassungslos!

Fortsetzung der Pause

Fast 26.000 Euro sind bis jetzt beim “Rettungsanker”, der Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Haiti zusammengekommen. Das ist – auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole – überwältigend und großartig! Die Aktion ist damit ja auch noch gar nicht zu Ende, nur das ohnehin von Johnny Haeusler bereits zweimal angehobene Spendenziel ist damit auch wieder erreicht bzw. schon übertroffen und – wie gesagt – es kann natürlich weiterhin gespendet werden.

Damit ist für mich die Zeit reif, das zu weiterzumachen, was ich schon zuvor begonnen hatte, nämlich an meinem zweiten Buch weiterarbeiten. Dass sich bloggen und Buch schreiben für mich gleichzeitig nicht gut machen lässt, das habe ich zuvor schon gemerkt, also bleibt nur Eines, nämlich es hier ein wenig ruhiger anzugehen. Es sind noch viele Seiten zu schreiben, also kann es ein Weilchen dauern bis es hier so “ganz normal” weitergeht. Bis dann!

P.S.: Eine Sache werde ich allerdings “so nebenbei”, erledigen und das ist eine Überarbeitung der Wordpress-Templates, die Ihr bei mir zum Download findet. Das seht Ihr dann daran, dass eine Versionsnummer neben der Zip-Datei stehen wird.

P.P.S.: Anfang März werden hier natürlich auch die Gewinner der aktuellen Verlosung bekannt gegeben. Möglicherweise sogar mit einem Video der Ziehung. Frau @kuestennebel wird die Glücksfee sein, sie selber weiß von diesem Glück aber jetzt noch gar nix ;-)

Sam Cooke – Wonderful World

Sam Cooke in der Wikipedia

Ein paar Gedanken übers Helfen

Wie das leider immer so ist – und ich selber kann mich davon gar nicht ausnehmen: Es muss erst etwas passieren in den Winkeln unseres Planeten, die wir sonst im Alltag nicht weiter auf dem Radar haben, bis wir uns Armut, Elend, Untergang wieder selber zum Thema machen. So geschen vor einer guten Woche wegen des heftigen Erdbebens in Haiti und seiner Folgen. Und natürlich kommt in Gang, was immer in diesen Situationen in Gang kommt, eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft, Teams, Organisationen, Soldaten, die dorthin aufbrechen, um ihr bestes zu tun und die Kritiker, die alles und jedes in diesem Kontext abprangern, abwerten, besserwissen.

Ich meine, ganz zu Beginn jeder Diskussion muss man zwei Dinge messerscharf trennen. Die Nothilfe und die Entwicklungshilfe. Was meine ich damit? Die Nothilfe besteht im aktuellen Fall Haiti darin Verschüttete zu bergen, die Toten zu bestatten, den Verletzten medizinische Versorgung zu ermöglichen und ausreichende Mengen sauberes Wasser und Nahrung bereit zu stellen. Darüber braucht in meinen Augen nicht diskutiert zu werden, wenn wir noch irgendwie an menschliche Werte und Gemeinschaft glauben, dann erübrigt sich das. Natürlich halte ich es für denkbar, dass auch hierbei Dinge falsch laufen, oder gar der ein oder andere Betrug dabei begangen wird. Aber das darf nicht dazu führen nichts zu tun. Man kann vielleicht Einiges besser machen, dann sollte man versuchen zu lernen, aber es gleich ganz bleiben zu lassen wäre in meinen Augen grotesk.

Ähnlich, aber doch um ein paar Nuancen versetzt sehe ich das im Fall der Entwicklungshilfe. Da kommt bei den Zerstörungen, die in Haiti von dem Beben angerichtet wurden leider noch der Umstand hinzu, dass auch zuvor keine Umstände und Bedingungen in dem Land herrschten, die die Bevölkerung dort in die Lage versetzt hätte für sich selbst ausreichend zu sorgen. Einen funktinoierenden Staat gab es fast nur auf dem Papier und die Einwohner unterschieden sich in “normales Volk” und “herrschende Clique mit Günstlingsanhang”.

Das bedeutet für die Entwicklungshilfe knallhart, dass der Staat und die Verwaltung von uns keinen Cent für Wiederaufbau und andere Fortschritte bekommen dürften, wenn wir uns nicht selbst verarschen wollten. Daneben gibt es aber ein genauso schlimmes Phänomen, das bei derartigen Fällen schon öfter zu beobachten war. Firmen, die ins jeweilige Land kamen, um mit Hilfsgeldern, oder Mitteln aus staatlicher Entwicklungshilfe Wiederaufbau- oder Infrastruktuprojekte durchzuführen, haben das genutzt um ganz besonders dreist zu ihren eigenen Gunsten abzurechnen. Insofern kann ich manchen, sachlichen Kritiker hier schon verstehen, aber es nicht trotzdem zu tun wäre für meinen Geschmack auch hier keine Lösung.

Vielmehr hielte ich es für richtig das ganze Land für 10 bis 15 Jahre als UNO Protektorat zu führen. Gleiches denke ich übrigens – wenn auch aus ganz anderen Gründen – über Somalia. Das nur am Rande. Es wäre sinnvoll, alle notwenigerweise zu beteiligenden UNO Einrichtungen in einem “UN-Haiti-Bureau” zu koordinieren und dort ein strenges und effizientes Projektcontrolling zu implementieren. Für anerkannte Hilfsorganisationen sollte dort die Pflicht zur Mitwirkung vorgegeben sein, in dem Sinne, dass der von ihnen geleistete Wiederaufbau- bzw. Infrastrukturbeitrag mit anderen Projekten koordiniert, abgerechnet und einem einheitlichen, strengen Controlling unterzogen wird. Das böte keine Heilung allen Übels, aber die Chance auf erheblich mehr Effizienz, auch wenn vermutlich ein wenig mehr Zeit benötigt würde. Vor Allem denke ich, dass hier das Interesse auf Ausbildung einheimischer Fachkräfte, die so ein Projekt später selbständig fortführen können, wesentlich größer ist, als bei einem “normalen” Auftrag an irgendein Unternehmen.

Zugegeben, das klingt alles ziemlich utopisch, aber gebieten es nicht gerade diese unglaublich schrecklichen Umstände in Haiti neue Wege auszuprobieren? Ein wenig herumreparieren wird nicht reichen, das Land muss im wahrsten Sinn neu aufgebaut werden. Da sollte man dann schon gleich Nägel mit Köpfen machen…

Verlosung auf MN

Ja, ja, ich mach’s dem Johnny nach…

Auch auf Mayers Notizblog gibt es eine Verlosung. Einerseits aus Freude über den großen Erfolg der Rettungsanker Aktion und andererseits, um einen Anreiz zu liefern vielleicht doch noch dort den Spendenbutton zu drücken. Wobei die Teilnahme an der Spendenaktion keinen Zusammenhang mit der Verlosung hat.

MN Kapuzenshirt

MN Kapuzenshirt

Was gibt es zu gewinnen?

2 MN Kapuzenshirts, weiß mit dem neuen MN-Logo auf dem linken Oberarm (keine weiteren Logos, Schriftzüge o.Ä.) im Wert von je 29,90 Euro

Wie mache ich mit?

Sende einfach eine Mail mit der Betreffangabe “MN für Haiti” an:

post äd mayers-notizblog.de

Wie lange geht das?

Einsendeschluss ist der 28.02.2010, die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

Und jetzt wünsch’ ich Euch einfach viel Glück :-)

P.S.: Ach ja, ein paar Retweets wären supernett!

Kapitulation?

Aber ja! Die Regierung kapituliert. Vor ihrem eigenen Haushalt. In drei Etappen hat sie ihre Hilfsgelderzusage für Haiti auf jetzt 10 Mio. Euro aufgestockt. Ein so lächerlicher Beitrag, dass es schon eine Unverschämtheit ist und die Kapitulationsurkunde wurde auch bereits unterzeichnet. Die Bürger, die ja weitaus mehr spenden (sollen), brauchen jetzt nur noch ihre Kontoauszüge mit dem ausgewiesenen Spendenbetrag beim Finanzamt vorzulegen, keine Spendenquittung mehr. Wie will man dabei eigentlich die Lastschriften finden, die nach einigen Wochen zurückgegeben werden und nur zum Steuersparen dienen? Papier ist geduldig!

Aber zurück zu den Bürgern und Spendern: Alleine gestern Abend beim ZDF kamen nahezu 18 Mio. Euro an Spendengeldern zusammen und das ist ja nur eine von ganz vielen Aktionen. An dieser Stelle muss es auch erlaubt sein, an die Aktion “Rettungsanker” noch einmal zu erinnern. Aktuell liegen wir bei ca. 22.500 Euro und das finde ich einfach genial. Ich glaube fest daran, dass wir das Ziel von 25.000 Euro erreichen und sogar übertreffen werden.

Nochmal zur Bundesregierung. Für den sogenannten Finanzmarktstabilisierungsfonds, also den Rettungsschirm zur Reparatur der kaputten Banken mit einem Volumen bis zu 480 Milliarden Euro, kann der Bundeshaushalt mit bis zu 100 Milliarden belastet werden! Da lässt man sich nicht lumpen… Wer soll das noch verstehen?

Ganz anders die EU. Dort wurden für Haiti immerhin 420 Mio. bereitgestellt, davon sind knapp 300 Mio. sogar für langfristige Infrastruktur-Projekte reserviert, da kann ich mehr Sinn erkennen. Und die USA stellen neben dem riesigen Aufwand für die Logistik- und Sicherheitskräfte noch 100 Mio. Dollar bereit. Allerdings erhält Haiti von dort ohnehin bereits jährliche Hilfen in Höhe von 300 Mio. Dollar!

Heute ist wieder Haushaltsdebatte in Berlin und mir ist schlecht.

Melissa Laveaux

Rettungsanker Haiti – Update

Samstag vormittag, kurz nach 10:00, über Nacht sind nochmal ca. 3.000 Euro dazugekommen, wir stehen bei 13.167 in noch nicht einmal 24 Stunden. Ich bin unglaublich glücklich, mit so einem durchschlagenden Ergebnis hätte ich nie und nimmer gerechnet. Johnny vom Spreeblick hat mittlerweile das Ziel nach oben korrigiert auf nunmahr 25.000 Euro. Da die Aktion ja noch zwei Monate läuft bin ich mir nach diesem Start fast schon sicher, dass wir auch dieses Ziel schaffen können.

Ich möchte Euch Allen, jedem Spender und jedem Menschen der die Aktion per Blogpost, Link, Twitter, Facebook, whatever verbreitet und unterstützt hat, ganz herzlich danken. Ihr seid großartig! Und: Keep the fire burning :-)

Beim Spreeblick gibt es mittlerweile ja auch schon ein paar mehr Artikel zur Aktion Rettungsanker, deswegen zur Vervollständigung nachfolgend die Links zu den einzelnen, neuen Beiträgen:

Haiti und der Rettungsanker von Spreeblick

Ich muss bloggen, das Buch muss warten, ich kann nicht anders…

Ein entfernter Verwandter von mir war Entwicklungshelfer. An einige seiner Stationen in den 70er und 80er Jahren kann ich mich erinnern: Togo, Niger, Swaziland, Haiti. In Haiti war die Lage am allerschlimmsten wie er damals berichtete. Daran habe ich mich erinnert und aufgeregt habe ich mich dann auch. Über die 1,5 Millionen, die unsere Bundesregierung gerade mal aufbringen will für die Katastrophenhilfe jetzt nach dem Beben. Für die maroden Banken hatten sie 480 Milliarden in der Tasche! Damit liegt es wieder einmal bei uns Bürgern zu zeigen, dass wir einen anderen Wertekodex wünschen, als sich das die Regierenden vorstellen.

Seit gestern hat sich dann per Twitter und Mail ein Dialog mit dem Johnny vom Spreeblick über den Sinn und die Machbarkeit einer Spendenaktion der deutschen Blogger, Twitterer etc. entwickelt. Bei den Recherchen habe ich schließlich “Helpedia” entdeckt, die technisch einen gangbaren Weg für so eine Aktion anbieten. Johnny hat sich das mal angesehen und dankenswerterweise eine Spendenaktion für die deutsche Blogosphäre daraus entwickelt. Zudem werden ein paar nette Fanartikel unter allen Spendern verlost.

Das Ergebnis könnt Ihr hier sehen, die URL im Text lautet: http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker

Und jetzt liebe Leserinnen und Leser bleibt mir nur Eines: Euch ganz herzlich und ebenso dringend aufzurufen Euren Herzen und Geldbeuteln einen Ruck zu geben und den Spendenknopf zu betätigen…

Nachtrag: siehe auch Seitenleiste rechts, ganz oben

Nachtrag 2, 15.01.10, 20:55: 10.241 Euro Spendenvolumen. Ich bin so happy :-)

Rettungsanker Haiti
Eine Aktion von Spreeblick nach einer Idee von Mayers Notizblog
Kontakt

post@mayers-notizblog.de

04407 - 714144

Bei Kaltakquise oder blöden Gewinnspielen lege ich einfach auf oder sag's dem Anwalt :-)

Gute Ideen
Global Voices
Reklame
Neueste Statements
Auch zu finden bei:
re:publica 10

Kamimaro - Fotos von Michael und Karin

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

blogoscoop

Klingelbeutel
Who's Online
  • 0 Members.
  • 6 Guests.
  • Insgesamt 145532 Besucher auf MN