Archiv für Oktober 2009

Die Kuh

No a Gstanzl

Jetzt hat der St. Burnster a so a nettes Gstanzl in seinem Blog drin, des hat mi glei so inspiriert, dass ich Euch das nachfolgende Werk vom Fredl Fesl dringendst hier präsentieren muss:

Enttarnt

Eine Mutter geht mit ihrer kleinen Tochter zu einer Ausstellung der Polizei. Da werden unter Anderem alle möglichen Ausrüstungsgegenstände der Gesetzeshüter präsentiert. Das Interesse der Bevölkerung ist rege, die Ausstellungsräume sind gut besucht. Die Mutter macht Halt vor einer Vitrine in der Handschellen präsentiert werden. Die kleine Tochter: “Mama, das hast Du doch auch?!” Im Schlafzimmer, auf der Kommode.”

Die Umstehenden reagieren unterschiedlich. Von nachdenklich gerunzelten Stirnen bis zu vorgetäuschten Hustenanfällen findet sich so Manches wieder…

Fazit: Bundesdeutsche Ermittlungsbehörden bringen ALLES ans Licht ;-)

Wandel durch Wanderung

So eineinhalb Jahre ist es jetzt ungefähr her, dass ich mich in München aus dem Staub gemacht und Oldenburg als neue Heimat auserkoren habe. Ging der rein räumliche Umzug noch ganz fix von der Hand, so brauchte der Neuanfang in mir drin seine Zeit. Das hatte schon seinen Lauf genommen, als ich selber von einem kommenden Umzug noch gar nichts ahnte, von einem Dasein als Frührentner ganz zu schweigen und sicher noch ein gutes Jahr nach der “Auswanderung” gärte und brodelte so manches Vergangene noch in mir weiter. Vielleicht auf kleinerer Flamme, aber immerhin. Summa summarum ist von München in meinem Leben kaum etwas Lebendiges übrig. Ein paar lockere Bekanntschaften aus alter Zeit und im weiteren Umland ein Freund aus Kliniktagen. Die Familie lies mich zu ihrem Glück nach der Blutgrätsche hier im Blog in Ruhe und daran sollte sich die Sippschaft zu ihrem eigenen Wohle tunlichst bis in alle Ewigkeit halten. Manche Beziehung, die ich richtigerweise für viele Jahre oder sogar Jahrzehnte als Freundschaft interpretiert hatte, war – von mir zunächst unbemerkt – zu total sinnfreien Zwangsveranstaltungen verkommen. Der Umzug und / oder die Therapien haben mir die Augen geöffnet und liesen mich mehrfach die “Notaus-Taste” drücken.

Hier angekommen waren also zunächst eine Menge leerer Seiten in meinem Terminkalender und in meinem Telefonbuch erst recht. Aber das hat nicht sehr lange gedauert. Manchmal kommt es mir (in romatisch verklärten 5 Minuten) so vor, als ob das Leben mich für meinen Mut zum Neuanfang – neuerdings auch Reset genannt – mächtig belohnt hätte.

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, so bin ich als Frührentner chronisch pleite und meine Gesundheit ist mehr so lala. Die Depris lassen mich weitgehend in Ruhe, von einem übersteigerten Schlafbedürfnis mal abgesehen. Das wird wohl bleiben, aber damit kann ich leben. Dafür hat sich ein Wirbel im Rücken so verdreht, dass drei Finger der rechten Hand taub sind und die dazugehörenden Schmerzen sind auch nicht zu verachten.

Andererseits bin ich vor einiger Zeit gleich nochmal umgezogen und lebe jetzt in einem schönen Haus mit Garten bei meiner neuen Liebe, seit wenigen Wochen haben wir auch noch eine herzallerliebste Hundedame. Die “Schwägerin mit drei Kindern wohnt gleich nebenan und die “Schwiegermama” ebenfalls nur ein paar Häuser weiter. Familie hat der Mayer also wieder reichlich. Daneben gibt es neue Freund- und Bekanntschaften, was will man also mehr? Einen Vergleich mit früher kann ich dazu kaum anstellen, so vollkommen anders ist diese zweite Leben hier. Spannend ist die Frage was sich mehr geändert hat: Mein “äußeres” Leben oder ich selber? Das könnte annähernd jeweils gleich viel sein, denn wenn man mit 47 plötzlich zum Frührentner wird, das ist ein Einschnitt, der neben allen anderen unschönen Geschichten der Jahre 2003 bis 2008 Spuren hinterlässt. Dieses indifferente Schwanken zwischen “Alteisen” und “untauglich” einerseits, sowie den ungeahnten Freiheiten und Gestaltungsspielräumen andererseits. Ich bin noch nicht durch damit, aber ich fange an zufriedener zu werden. Ruhiger, sicherer, gelassener. Vielleicht engagiere ich mich mal in einem Ehrenamt, oder packe wieder öfter die Fotoausrüstung ins Auto, oder suche mir einen 400 Euronen Job. Mal sehen. Es geht voran. Das zählt.

Da Taliban

In Afghanistan is a dahoam, da Taliban und scho a rechter Sauhund. Da muas die deutsche Demokratie am Hindukusch amoi g’scheit verteidigt wern jetzt. Denn die Mensch’n da dort, de wolln ja nix Anderes als endlich amal die uralte Steinzeit Stammeskultur loswerden und richtig in die westliche Demokratie eig’weiht. So wia sich des halt gehört, gell! Da darf ma a ned vergess’n, dass ma nebenbei no a Geschäft draus macha kann. De ganz’n Panzerersatzteile, Bomben, Maschinagwaar, Klamotten, Impfungen, Verbandszeig, Fressalien… des bringt Umsatz und des ned zu knapp. Dazua kimmt, dass mia vui dean, damit da afghanische Bauer unser Freind werd. Unsere Soldaten, die lass’n den nämlich in aller Gmüatsruah sein Schlafmohn obau’n, damit bei uns auf de Bahnhofsvorplätz da Stoff ned knapp werd. Da merkt ma scho, mia moanas ehrlich mít dene da drunt. Oder ned?

Auf den Hund gekommen

Auf den Hund gekommenTami heisst das Tier. Sie spricht mit uns. In unterschiedlichsten Tonlagen. Manchmal bellt sie auch. Düster, leicht heiser, kräftig. Bon Scott hätte seine Freude an diesem Stimmchen gehabt. Bald hat sie Geburtstag. Sie wird 1. Sie ist Scheidungsopfer, vor ein paar Wochen haben wir sie bei uns aufgenommen. Ich glaub’ sie mag uns. Wir sie auch. Sie frisst weniger als wir uns vorgestellt hatten. Auswärts auch mal Gras mit Pferdeäpfeln. Da staunen Menschen wie wir nicht schlecht. Ihre Ma war übrigens eine Labradordame, das sieht man gleich. Der Daddy hingegen eine fifty-fifty Mischung aus Husky und Schäferhund. Wenn sie an der Leine zieht, dann kommt das Viertel Husky durch. Dann denkt sie wohl ich steh’ auf einem Schlitten und muss sofort nach Grönland. Scheisse, hat die junge Lady Kraft…

The memory remains

Rettungsanker Haiti
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