Archiv für Juni 2008

King of Arschkarte

Ich vermute mittlerweile mal, das bin ich…

Nicht genug damit, dass ich mich seit Herbst 2005 mit diesen Drecksdepressionen herumschlagen muss. Nein, klar man wird deswegen frühpensioniert und fasst sich daher ein Herz und beginnt woanders von Neuem, um a) ein klein wenig den Lebensstandard zu erhalten und b) mit vielen Dingen aus der eigenen Lebensgeschichte abzuschließen. Gut, eine hässliche Darminfektion mit Campylobakter jejuni gleich zur Begrüßung in der neuen Heimat hätte nicht sein müssen, das liebreizende Gespräch mit dem Gesundheitsamt dazu (nein, ich arbeite nicht in der Gastronomie und nicht im Einzelhandel mit Lebensmitteln) auch nicht. Heute holt mich die Klinikvergangenheit wieder ein in Form einer Mahnung über nahezu 6.000 Euro. Die Krankenkasse sagt sie hätte bereits alles bezahlt wofür sie bezahlen müsste, von der Beihilfe kann ich nichts bekommen, weil ich ja nicht mal die Rechnung habe. Sämtliche Telefonate dazu lassen mich glauben, dass ich nicht nur unter Depressionen sondern auch an fortgeschrittener Demenz leide. Folge ist, dass ich auf 50 % davon mindestens sitzen bleibe und der Rest höchst ungewiss ist. Was muss eigentlich noch alles kommen?

Sachdienliche Hnweise zu folgenden Themen werden dankend entgegengenommen:

  • Preiswerte und zuverlässige Waffenhändler
  • Mystische Verbrennungsrituale zur Arschkartenproblematik
  • Bezugsquellen für extrem hässliche Bakterienkulturen vom Typ “krankenkassensachbearbeiteraffin”

Ich warte!

CSD

Heute wurde ja in Berlin wieder die Parade zum Chrsitopher Street Day gefeiert. Ich selbst bin nicht schwul und habe auch hier schon bei den sog. “99 Wahrheiten” geschrieben, dass ich mich wahnsinnig schwer damit tue irgendwie nachzufühlen was es heissen muss schwul oder auch lesbisch oder transsexuell zu sein. Das mögen Manche als Defizit meinerseits auslegen, ich selbst kann damit leben. Was ich aber unerträglich finde, ist die Tatsache, dass Menschen immer noch nach Ihrer sexuellen Orientierung be- und leider auch verurteilt werden. Das kann nicht sein! In meinen Augen muss man schon den “ganzen” Menschen sehen, in seinem Verhalten, in seinem Leben, im Alltag. Dann kann ich urteilen, ob ich jemanden schätze, oder eben nicht. Alles andere ist viel zu kurz gesprungen. Das musste ich jetzt einfach mal loswerden.

Mayer, der Sattmacher ;-)

How many cannibals could your body feed?
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Monk und so

Am Kiosk von Herrn Paulsen liegt ein Stöckchen aus, welches man sich kostenlos mitnehmen kann. Es geht um nicht weniger, als sechs Schrulligkeiten, Ticks oder Macken von sich preiszugeben. Anschliessend soll man noch sechs Blogger über die Existenz des Stöckchens informieren. Na schön :-)

1.) Beginnen werde ich mal mit meiner neuesten Sucht, die ich erst seit etwa 2 Jahren pflege. Ich muss morgens im Bett den ersten Kaffee trinken. Anders wird’s kein Tag…

2.) Wenn der Wohnungsschlüssel nicht von innen an der Haustüre steckt und zugeschlossen ist werde ich wahnsinnig. So kann ich mich nämlich nicht aussperren, sobald ich das Haus verlasse.

3.) Wehe im Autoradio läuft einer meiner Lieblingssongs. Ich gröhle aus voller Kehle mit und – glaubt’s mir – ich kann nicht singen. Wirklich nicht.

4.) Sollte ich versehentlich zu schwarzen Schuhen braune Socken angezogen haben ist der Tag emotional beendet. Das geht gar nicht.

5.) Wenn ich für länger als nur 1-2 Stunden das Haus verlasse, tja dann muss ich mindestens ein feuchtes Brillentuch dabei haben.

6.) Ich kann keine durchweichten Geschirrtücher ausstehen. Deshalb lasse ich das Geschirr immer erst eine Weile abtropfen bevor ich mit dem Abtrocknen beginne.

Jetzt wisst Ihr’s ;-)

Und informiert werden: Karan, The Fellow Passenger, Pe, Riemer-O-Rama, Sven und Suna.

I came for you

I came for you

Not so lucky days

Heute. Das Unglück bleibt mein treuester Begleiter. Es klebt regelrecht an mir. Klettenhaft. Zeckenhaft. So wie Hundescheisse in einer Vibramsohle.

Nachtrag: Enteritis (Dünndarmentzündung) verursacht durch Campylobacter jejuni.

– PAUSE –

Lucky Days III

Sommer. Der letzte Sommer in Landsberg. Der Sommer in dem ich schon vier werde. Natürlich kann ich keine richtige Geschichte dazu erzählen, so lange ist das her, so klein war ich noch. Eher Schlaglichter. Wie Fotos.

Die große, uralte Buche in unserem Garten. Ich auf einer flauschigen Decke darunter mit Malbuch. Abgewechselt mit Spielzeugautos. Oder Wurzelwerk und kleine Moospolster untersuchen. Zahllose Insekten entdecken. Der Nachbarjunge und ich spielen “Geist” mit der Decke. Mein großer Bruder hat riesige Krusten auf den Knien und Unterschenkeln, weil er sich mit dem Rad flachgelegt hat. Ich soll den Schäferhund vom Herrn Soundso nicht anfassen. Die Familie, die unten wohnt bekommt Besuch von ihrem Großvater. Er fasziniert mich, weil er an einer Hand nur drei Finger hat…

Lucky Days II

Frühjahr 1976. 10b forever! Schmierten wir überall hin. Brüllten wir durchs Klassenzimmer, über den Pausenhof. Meine Kopfhaut produzierte kiloweise fettige Schuppen, ich hatte rote Flecken im Gesicht und ein gewaltiges Desinteresse an dem Grund warum die Penne überhaupt existierte. Als in Erdkunde mal für einen Film abgedunkelt wurde, holte sich mein Nachbar unter Bank einen runter und ich schrieb unterdessen an meiner persönlichen Hitparade in meinem Vokabelheft. Status Quo, AC/DC, Judas Priest, Kiss, damit kannte ich mich aus. Am Nachmittag würde ich mir die alle wieder reinziehen, von eiernden 60er Cassetten auf einem Monorecorder, der aussah wie ein Möbel aus den 60er Jahren. Davon inspiriert würde ich später das Kabel der Gitarre in den Verstärker rammen und grauenvolle Riffs spielen, bis es Zeit war zu den anderen Jungs rauszugehen und irgendwelche Scheiße zu bauen.

Am Abend dann die Zeit der Träume von IHR , einem engelsgleichen Geschöpf, welches allmorgendlich am Josephsplatz in die Trambahnlinie 7 einzusteigen pflegte. Ich sorgte natürlich dafür, dass wir gemeinsam fuhren, aber sie registrierte mich nicht. Trotzdem war es immer ein Highlight für mich. Vielleicht der einzige Grund neben der ganzen Gaudi, die wir in der Anstalt anstellten, überhaupt noch dorthin zu fahren.

Leicht wie ein Stück Balsaholz trieb ich auf dem Strom des Lebens. Ich faulenzte voller Wonne dem letzten Tag des Schuljahres entgegen, um am Ende den entsetzen Augen meiner Eltern jeweils eine 5 in Mathe, Physik, Latein und Französisch zu präsentieren.

Lucky Days

Herbst 1990 – Paßfotoautomat in München, Leopoldstr. zu früher Stunde nach Barbesuch. Das Bild zeigt den hiesigen Blog-Protagonisten mit seiner späteren Ehefrau. Leider endeten die guten Zeiten 13 Jahre später.

Inspiriert von einem Posting der Spreepiratin.

Nachwirkungen II

Habe ich im letzten Beitrag noch eher gewitzelt über meine Erfahrungen mit Hackfleischbällchen, so ist mir über’s Wochenende das Lachen gründlich vergangen. Ich behalte nix mehr bei mir, aber auch gar nix. Nicht mal eine Tasse Kaffee. Sofort ab zum Doc.

Rettungsanker Haiti
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