Archiv für Februar 2008
Rabensuche
Weis jemand aus der geschätzten Leserschaft womöglich was aus dem Rabenwerk geworden ist? Ich vermisse dieses Weblog und seine Geschichten. Gibt’s den gleichen Autor evtl. unter einer anderen Domain zu lesen?
Grenzgänge
Zwei Menschen kenne ich, die schon einmal klinisch tot waren. Der eine ist ein Freund aus Kindertagen, der innerhalb von wenigen Minuten zwei Herzinfarkte erlitt, der andere der Vater meiner Exschwägerin. Auch ein Herzpatient. Beide haben mir getrennt von einander höchst wunderliche Dinge erzählt. Nicht so sehr was ihnen in der Grauzone zwischen Leben und Tod alles begegnete, denn das kennt man ja rein äußerlich aus unzähligen Medienberichten. Der Spielfilm mit den Sequenzen des gesamten Lebens im Zeitraffer, die Ruhe, die Leichtigkeit, den Frieden. Nein, sie erzählten vielmehr davon was das Erlebte für Auswirkungen hatte nachdem sie wieder in diesem Leben angekommen waren. Es ist wie wenn sie ein Survival Paket zum Weitermachen hier auf Erden mitbekommen hätten. Natürlich ist es eine Grenzerfahrung, die – auch wenn sie evtl. nur ganz wenige Sekunden oder Minuten dauert – Einfluss auf das gesamte weitere Leben nimmt. Bei diesen beiden Menschen war es jedenfalls so.
Ich stelle mir einen Touristen vor, der Zeit Lebens immer seinen Urlaub an der deutschen Nordeseeküste verbracht hat. Plötzlich fliegt er aus einer Laune heraus nach Vietnam und kostet dort eine scharfe, einheimische Suppe. Mit Sicherheit ein starker Eindruck… Den mal 1.000 dann dürfe es vielleicht hinkommen mit einem Vergleich.
So lächerlich das mit der Suppe klingen mag, es geht mir um den Sinneseindruck, hier also um den Geschmackssinn. Wie ist das in der Zwischenwelt? Werden unsere Sinnesorgane so angesprochen wie in einem Traum? Träume können sich ja wahllos der menschlichen Sinne bedienen, um ihre Aufgaben zu bewältigen und auch sie hinterlassen – wenn auch ausgesprochen flüchtig – teils drastische Eindrücke, die bis zum schweissgebadeten Hochschrecken des Schlafenden führen. Oder drückt sich das Brandeisen der Nahtoderfahrung an ganz anderen Stellen unseres Daseins ein? Welches Bild, welcher Geschmack, welcher Ton ist dafür verantwortlich? Oder ist es etwas ganz anderes? Letztlich führen diese Fragen vermutlich zu einer weiteren, ganz anderen Grauzone, nämlich der des Übergangs zwischen Gehirn und Geist, einer eigenen Welt, in der nichts wirklich zu wissen ist, wo aber ständig herumdefiniert wird. Per se rührende Versuche mit tausenden Tonnen verbrutzelten Gehirnschmalzes und groteskem Eifer um doch nichts zu entdecken. Glauben ist in meinen Augen was anderes. Das jedoch nur am Rande.
Bislang ging es ja sowohl bei der Nahtoderfahrung, als auch beim Traum, um Bewusstseinszustände, die jedenfalls ganz vorsichtig ausgedrückt etwas anderes sind als das, was man normal als “Wachsein” bezeichnet. Ich sprach vom Survival Paket, von Leichtigkeit, Ruhe, Frieden. Ich hätte auch noch Gelassenheit nennen können. Jetzt frage ich mich, ob man nicht auch wachen Sinnes vom Leben soweit befördert werden kann. Nicht durch ein spezielles Üben wie z. B. Meditationen, sondern einfach so. Natürlich geht das nicht über Nacht, aber ich habe die Vermutung, dass es einem Menschen ganz genau so ergehen kann, lebt er nur lange genug als extrem glücklicher oder extrem unglücklicher Mensch. Wohlgemerkt, nach meinen bisherigen Beobachtungen scheint es vollkommen egal zu sein an welchem Ende der Bandbreiten sich der Zustand eingestellt hatte, Hauptsache er dauert lange genug an.
Mir kommen diese wenigen, derart vom Leben “versorgten” Leute so vor, als ob sie aus ihrem irdischen Alltag heraustreten könnten, so wie andere Menschen durch die Terrassentür in ihren Garten gehen. Es muss sein wie der mögliche Knoten im Taschentuch, den ein aufgeregter Redner vor seiner Ansprache berührt um ganz ruhig werden zu können. Wie ein unbewusst eingeübter Kniff, um auf eine Insel in den Wolken zu gelangen, wo man diese Eigenschaften immer wieder auftanken kann. Der Eine nutzt seine Gabe dann, um das Hoch auch in kritischeren Tagen am Leben zu erhalten, der Andere hat eine heimliche Hintertür für die Zeiten in denen alles vollkommen unerträglich erscheint.
Ich würde mir das für mich auch wünschen… eine Insel in den Wolken.
P.S.: Ob ich das alles so schreiben soll, darüber hab’ ich die letzten Tage öfter nachgedacht. Den letzten Anstoß dazu hat letztlich dieser Beitrag von Esti gegeben.
Geschäftsidee
Der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Zollitsch, hat ja vage Andeutungen darüber gemacht, dass das Zölibat etwas nicht vollkommen Unumstößliches sei. Sollte sich diese revolutionäre Idee tatsächlich durchsetzten werde ich einen umwerfenden Service anbieten, um der heimlich unter der Bettdecke (Licht aus!) still vor sich hin onanierenden Priesterschaft eine Menge strapstragender, heirats- und begattungswilliger Pfarrersköchinnen vorzustellen. Pfarrship.de wird ein Renner….
Unvergessene Sprüche (3)
“Det kann hier keener….. Sie können det ooch nich….. Sie machen det jetz’!”
Ein früherer Vorgesetzter zum Autor
Tag 1
Nach unglaublichen 17.348 vorangegangenen Tagen kommt es mir so vor, als ob heute der richtige Tag wäre, um völlig neu anzufangen. Genau heute – im Hier und Jetzt. Vielleicht liegt’s daran, dass ich gestern ewig lang (jedenfalls für meine Verhältnisse) mit einem Menschen ein hochinteressantes Telefonat hatte, den ich eigentlich gar nicht kenne, oder weil mich der Kampf mit den Katastrophen der Vergangenheit zu sehr ausgelaugt hat, oder weil die Sonne heute Morgen besonders freundlich in mein Schlafzimmer zwinkert, oder, oder, oder. Ich vermag’s nicht zu sagen. Jedenfalls schlug ich heute die Augen auf und dachte nicht “jetzt muss aber langsam mal Einiges anders werden”, sondern es war anders. Hmmm, vielleicht liegt’s auch einfach daran, dass ich gestern eine ganze Pulle Rotwein getrunken habe
WP Nachrichten ausschalten
Nerven Euch auch die ganzen Wordpress Nachrichten im Backend unter dem sog. Tellerrand? Ich habe jetzt gefunden wie man das ganze Zeug loswird. Dazu muss man mit einem Editor die Datei index.php im Verzeichnis wp-admin öffnen und folgende Zeilen einfach löschen:
<div id=”devnews”></div>
<div id=”planetnews”></div>
Diese beiden Zeilen stehen ziemlich weit unten in besagter Datei. Fertig!
Beitrag bezieht sich auf WP 2.33





