Archiv für Januar 2008

Geschwindigkeiten

Ob in der Schule, ob in beruflichen Beurteilungen, so manches Mal hat man mir schon eine schnelle Auffassungsgabe bescheinigt. Das mag nützlich klingen, aber in manchen Bereichen, die in Schule und Beruf nicht abgefragt werden bin ich unglaublich langsam. Über vier Jahre ist das niederschmetternde Ende unserer Ehe jetzt her und nun krieche ich ganz langsam dem Licht einer gewissen Erkenntnis entgegen. Ändern wird das aus vielerlei Gründen nichts mehr, aber den Knoten, den Knoten bekomme ich jetzt langsam auf.

Sie hat ja nicht mehr mit mir gesprochen, hat mir ihre Wahrheit nicht gesagt und deshalb war ich innigst damit beschäftigt wie ein zu Weihnachten verschenkter Hund, der zu den Sommerferien lästig wird und deshalb an einem Autobahnrastplatz zurückgelassen wird, zu fühlen. Dann kamen die Depressionen hinzu, aber unser beider Drama, das war nur einer von recht vielen verschiedenen Gründen dafür. Aber das hat mich natürlich nochmals langsamer gemacht. Schneckengleich kroch ich einer Erkenntnis entgegen, die für Viele höchstwahrscheinlich so brutal banal ist und für mich ein Gebirge. Sie wollte Eifersucht, Szenen, spüren, dass ich um uns kämpfe. Sie wollte Aufstand, Widerstand, möglicherweise Machotum für einen kurzen Moment. Ich hingegen war angesteckt von der Sprachlosigkeit, geschockt, gelähmt und unfähig zu irgendeiner Handlung. Ein Nichtschwimmer im Strom der Geschehnisse, der sich schliesslich glücklich schätzte irgendwo noch rechtzeitig an Land gespült worden zu sein und sich damit zufrieden gab.

Womöglich schmunzelt sie über diese Ausführungen sollte sie sie jemals lesen, vielleicht verachtet sie mich auch dafür. Jedenfalls muss das mir egal sein. Denn anders kann ich es beim besten Willen nicht. Mag sich diese verrückte Welt auch täglich noch ein wenig schneller drehen, meist habe ich die Entscheidung mitzumachen oder es einfach sein zu lassen. In einem Punkt jedoch werde ich immer so langsam bleiben wie ich nun mal bin. Die Funktion des alles erfühlenden Frauenseelenverstehers ist in meiner Edition des homo sapiens nur äußerst marginal implementiert. Ich bin dabei damit meinen Frieden machen und zu spüren, dass ich auch ohne ein paar Fähigkeiten ganz gut leben kann.

MN – Techniknews

PownceDer Servicedienst Pownce, ist eine Mischung aus Twitter und einem IM Programm. “Noch so was” mag man denken, aber dieser Dienst unterscheidet sich doch ein wenig von anderen. Erstens ist die Struktur sehr klar und man kann sowohl von der Pownce Seite aus wie auch von einem Tool zum Downloaden aus den Service nutzen. Zudem kann man Nachrichten unterteilen in Messages, Links, Files und Events. Man kann diese Nachrichten dann mit einem Einzelnen, einer Gruppe oder allen Kontakten austauschen. Zudem können die versandten Dateien relativ gross sein. Die exakte Grösse hab’ ich noch nicht rausbekommen, aber es reicht für Einiges… Meine ID bei Pownce lautet: reyammk.

Nachwuchs

Na ja, eigentlich müsste der Titel eher Nachwuchsförderung lauten. Eigene Kinder habe ich ja keine und aus mehreren Gründen wird das auch nicht mehr stattfinden in diesem Leben. Erstens möchte ich niemals Vater werden in einem Alter, das sich schon eher bald als Opaalter eignet und zweitens wird es in diesem Leben auch keine Frau mehr in meine Tage hinein schaffen. Das niederträchtige Wesen, das mich an Weihnachten verlassen hat, hat mir damit ja auch ihre Kinder aus erster Ehe entzogen, mit denen ich ein schönes Verhältnis hatte. Eine weitere, schmerzhafte Erfahrung, die ich bis dato im Leben noch nicht hatte.

Somit bin ich auf die Idee gekommen etwas zu wiederholen, was ich früher im Leben schon einmal gemacht hatte. Nämlich die Patenschaft für ein armes Kind in einem Entwicklungsland zu übernehmen. 25 Euro sind wirklich ein lächerlicherlicher Betrag angesichts der relativen Fülle, die ein verwöhnter Westeuropäer damit herbeiführen kann. Ausserdem mag ich den Vertrauen erweckenden Uli Wickert irgendwie :-) Deswegen ist die Wahl der Organisation diesmal auf Plan-Deutschland gefallen.

Nun wohnt also die kleine Filicia Kyogru, geb. am 01.01.1999 in meinem Leben. Sie wächst im Nordwesten Ghanas auf, besucht die Grundschule und erfreut sich guter Gesundheit. Ich werde ihr bald mal schreiben.

Unvergessene Sprüche (1)

Unglaubliche Lebensweisheit meines englischen Kumpels George, damals 1988, in Griechenland:

“Sometimes you have to take the other hand. That’s great! That’s like someone else does it!”

Gute Nacht Fuchs und Italiener

Irgendwann hab’ ich hier mal eine unvollendete Geschichte begonnen, die damit anfing, dass einer mitten in der Stadt nachts einem Fuchs begegnete. Der Protagonist erwachte am nächsten Morgen in leicht misslicher Lage sehr fernab der Heimat.

Vorgestern wartete ich gegen 23 Uhr auf den Bus. Gegenüber von dem auf das Skelett abgemagerten Palastes der Republik. Ein älterer Herr aus Italien versucht den TXL aufzuhalten – keine Chance. Der Fahrer hat wohl keine Lust wegen eines einzelnen Individuums auf die Bremse zu latschen. Es folgen deutsch-italienische Schimpftiraden auf Bismarck und das deutsche Wesen.

Dann kommt der Fuchs. Kein Scherz, wirklich ein leibhaftiger Fuchs, der elegant die Strasse überquert und in den Palastresten auf Mäusejagd geht. Bei mir setzt sofort die Erinnerung an die oben erwähnte Geschichte ein und ich überlege was der nächste Morgen wohl für mich bereithält. Andererseits hat der Herr aus Italien Thema und Tonlage gewechselt. Er referiert jetzt über den Wohlgeschmack von Füchsen. Ekelhaft! Endlich kommt der 200er und erlöst mich. 

Als ich am kommenden Morgen die Augen öffne, bin ich offensichtlich weder räumlich noch zeitlich displaziert, sondern da wo ich normalerweise sein sollte. Dann hat’s wohl den italienischen Herrn erwischt. Der frisst seine Füchse jetzt in irgendeinem Paralleluniversum. Ätsch!

Drifter

Eine belanglose Zugfahrt. ICE der neuesten Baureihe mit unterirdischem Bordrestaurant. Ein Kellner, der mir kein Besteck bringt. Als ich es mir selbst abhole, verichert er mir allen Ernstes, dass das keine Absicht war. Das ist noch unterirdischer, genauer so grottig, dass ich mir jeden Kommentar dazu erspare.

Dann Berlin. Düster im Dauerregen. S und U Bahnen verschlucken mich, spucken mich woanders wieder aus. Fahren, laufen, schauen, wieder fahren. Alles ohne Plan und Ziel, kindisch, heiter. Abgewirtschaftete Fratzen und businessernste Gesichter im Zehntelsekundentakt. Hie und da Erinnerungen an frühere Besuche wirr gemischt mit Neuem und Unbekannten. Überall diese Millionen von Graffitis an den Hauswänden. Das hatte ich schon verdrängt. Einkaufen bis 21:00. Warum nur? Mir fällt das Fehlen stummer Zeitungsverkäufer auf. Gab’s die hier nicht früher auch?

Ich treibe wie eine Holzplanke auf dem Fluss. Stresemann serviert mir mit feixenden Bedienungen ein Abendessen. Ein Potsdamer Platz an dem nur noch Touristen und Spendeneintreiber iranischer Oppositionsbewegungen zu vegetieren scheinen. Der Regen treibt mich schliesslich ins Hotel. Nicht ohne noch wo ein Weissbier getrunken zu haben.

Bleierner Schlaf.

Create a Cover

MC Winkel hat ein Stöckchen weitergeworfen und ich hab’s aufgefangen. Es geht darum ein fiktives CD Cover zu entwerfen. Bild, Künstlername und Titel werden im Zufallsverfahren bestimmt. Die englische Wikipedia hat bei dem ersten Zufallsvgenerator gestreikt, also hab’ ich die deutsche Version genommen.

Somit hat jetzt also ein gewisser Carlo Oriani ein Machwerk namens “Too small for it” produziert, garniert mit einem netten Flickr Foto. Aus der Zitatedatenbank habe ich das zweite Zufallsergebnis gewählt, weil das erste mit seinen letzten vier Worten keinen Sinn ergab. Es stammt von einem gewissen James A. Garfield und lautet vollständig: “Be fit for more than the thing you are now doing. Let everyone know that you have a reserve in yourself; that you have more power than you are now using. If you are not too large for the place you occupy, you are too small for it.” Ich habe aber ehrlich gleich das erste Bild genommen; ein Volltreffer zu den übrigen Angaben wie ich finde….

To small for it

… vorangegangener Stöckchenweg: via und via

… und extra mit ganz besonders grossen Grüssen für Esti: Die “Members of the Greater London Council” mit ihrer Melodic Ethno Rock Neuveröffentlichung “based on a dare” ;-)

motglc.jpg

… und um wenigstens noch ein kleines bischen Glück im Leben zu haben donnere ich das Stöckchen jetzt folgenden Personen an die Birne:

Jürgen, Suna, Sven, Mrs. Kink, Benjamin, Klugscheisserin, Ad, Helga, Bandini und dem Nuf.

Geschafft. Glück – bitte schnell melden….

 

 

Thank you stars

Meine Stars sind die Menschen, die mich während der vergangenen, schweren Monate mit Rat, Trost und Zuwendung begleitet haben. Deshalb mein herzlichster Dank an:

  • Marius H.
  • Renate B.
  • Stefan M.
  • Uschi F.
  • Franz R.
  • Walter K.
  • Wolfgang H.
  • Walther “Mandi” V.
  • Albert K.
  • Volker R.
  • Ulrike J.
  • Dolores M.

Ein ganz herzlicher Dank geht auch an die Ärzte, Therapeuten und Mitpatienten aus den beiden Kliniken und last but not least an alle Menschen aus der Bloggercommunity, die mir aufmunternde Kommentare oder Mails zugesandt haben.

So ist kein Staat zu machen!

Minikoch

Die Frisur an sich, der Fettgehalt der Haare, das Brillengestell, der hinterfotzige Blick und die eklige Mundform lassen nur eine einzige erzieherische Massnahme gerechtfertigt erscheinen: Ab in den Kinderknast! Möglich macht das jetzt das bald das Koch’sche “Ich ess auch kleine Kinder Gesetz”. Die Last der Erziehung dieses Bengels kann den überforderten Eltern schlicht nicht mehr zugemutet werden. Schade, dass er kein Ausländer ist. Sonst hätten wir ihn gleich rauswerfen können.

Gezwitscher, Geschnatter

So kann man Twitter übersetzen. Nachdem ich schon öfter darüber gelesen hatte, habe ich jetzt beschlossen das mal selber auszuprobieren.

Ihr könnt mir “nachschleichen” unter: http://twitter.com/mayersnotizblog

Oder Ihr schreibt mir wo man Euch hinterherlatschen kann….

Rettungsanker Haiti
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Kontakt

post@mayers-notizblog.de

04407 - 714144

Bei Kaltakquise oder blöden Gewinnspielen lege ich einfach auf oder sag's dem Anwalt :-)

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