Archiv für Dezember 2007

Riesenarschtritt…

für das Jahr 2007. Endlich raus jetzt! Ein ebenso geschehenes wie gefühltes Totaldesaster geht zu Ende. Macht wirklich Mühe noch ein paar positive Dinge zusammenzukratzen, aber es gibt sie selbst in diesem Drecksjahr. Das war beispielsweise ein echtes Highlight. Und ein paar weitere, schöne Stunden und Tage waren da auch. Na ja… Und was wird? Keine Ahnung!

Immerhin gibt’s auch Gewissheiten für die Zukunft. Trotzdem: Skeptisches Schielen nach 2008.

Plus und Minus

Ich fange mal mit dem Minus an, obwohl der Ausdruck noch viel zu harmlos ist für dieses sagenhafte Event…

Weihnachten war die pure Hölle heuer. Für mich war’s rückwirkend betrachtet ein wahrer Segen, dass ich die Feiertage ausgerechnet in einer Klinik verbracht habe, hat mich doch meine Freundin just am heiligen Abend in die Wüste geschickt. Kein schlechter Witz, wirklich wahr. Ich sei nie da und emotional auch nicht so wirklich präsent bzw. kompetent. Ja wie soll ich auch da sein, wenn ich seit 14. August vorwiegend Insasse irgendwelcher Krankenhäuser bin? Übrigens, am heiligen Abend per Telefon und SMS eine mehr als zweijährige Beziehung zu beenden ist emotional auch wahnsinnig ausgereift…. Bravo! Der Prof von der Klinik hat dazu gemeint, dass die Dame entweder längst einen Anderen habe, oder bei ihr eben alle Sicherungen rausgeflogen seien. Mir ist der Grund mittlerweile sowas von scheissegal! Ich werde mich für 2008 an das Motto meines Blogs halten: “unsinkbar”.

Damit komme ich zum Plus.

Von meinem ersten Buch habe ich schon über 80 Seiten fertig gestellt und das Werk wird als Taschenbuch im ersten Qurtal des neuen Jahres bei BoD erscheinen. Eine ISBN Nummer habe ich auch schon. Das Schicksal meint es auch manchmal richtig gut mit mir, denn für die Korrektur des Textes habe ich einen waschechten, leitenden Schlussredakteur einer grossen Redaktion geschenkt bekommen :-)

Web 0.0?

Mit diesem Artikel hat die Süddeutsche in Person von Bernd Graff nach meinem Geschmack heute sauber danebengeschossen…

Zugegeben: das Netz ist in weiten Teilen eine Fundgrube des Wahnsinns; aber ist der Anteil bei den übrigen Medien denn etwa niedriger? Nur weil deren Macher strikt institutionalisiert sind und einen Presseausweis in der Tasche tragen? Ich glaube das nicht!

Mich freut es auch, wenn diese tollen, neuen Begriffe von den Prosumenten und der Schwarmintelligenz ein wenig durch den Kakao gezogen werden. Aber diese geistig verbalen Auswüchse repräsentieren nicht im Mindesten das Netz, seine Vielfalt, seine Möglichkeiten. Wenn der Autor gegen gesegnetes Halbwissen, absichtliche Verunglimpfungen und die X-Beliebigkeit der Inhalte wettert, dann tut er das aus einem einzigen Motiv. Aus Angst! Bei Gratis gegen Qualität – so sein Credo – ist natürlich Qualität zum Untergang verurteilt. An anderer Stelle lobt, er, dass mit Open Source Projekten wie Linux echte Werte geschaffen werden. Ja was denn nun? Microsoft lebt immer noch und das nicht schlecht, trotz der bösen Gratis-Software…

Was droht denn nun wirklich? Der Verlust eines warmen Redaktionsbüros womöglich, wenn in Zukunft die Arbeit dezentral organisiert wird. Vielleicht wird auch kein nächtlicher Bote mehr die stummen Verkäufer mit der neuen Zeitung bestücken, sondern die Postille wird als PDF File verkauft. Ja und? Wer hat behauptet, dass profunde Inhalte nicht gegen Bares im Netz zu versetzen sind? Vielleicht braucht es Zeit, Geduld, neue Strukturen und Ideen. Aber genau diese Fähigkeiten haben uns Menschen immer wieder vorangebracht. Bei der Zeit hapert’s arg, da müssten wir uns alle wieder mehr davon einräumen und den irrwitzigen Gedanken aufgeben, dass Globalisierung zwangsläufig fortgesetzte Beschleunigung heissen müsste.

Herr Graff hat einfach ein paar Klassiker bei seinen Überlegungen ausgeblendet. Bildung zum Beispiel. Wer bei fünfhunderttausend Google Treffern immer nur die ersten drei nimmt ist selber schuld. Wer intelligent oder lebenserfahren genug ist, der wird auch weitersehen. Das gilt für User generated Content, Foren und Chats genauso wie für manche Fernsehsendung oder eine grottige Kolumne in einem Käseblatt. Die Wahrheit über unsere Chancen liegt nämlich nicht – wie Graff wohl irrtümlich meint – in unseren Medien und auch nicht im Netz, sondern in unseren eigenen Bemühungen um Bildung, Recht, Freiheit etc. pp. Alles Werte, die weit älter sind als jede Zeitung der Welt. Und diese Bedingungen bleiben. Ob in der SZ 2007 oder im Web 5.0.

===

P.S.: Bei so einem Zeuch war es unumgänglich, dass ich mich aus der Reha melden musste ;-)  

Zwischenzeiten II – stable

Sooo, jetzt hat’s langsam auch meine Krankenkasse begriffen und somit geht es ab Dienstag zur Reha.

Somit wünsche ich allen Gästen des Notizblogs eine schöne Adventszeit, ein wunderbares Weihnachten und ein sakrisch gutes, neues Jahr. Irgendwann im Januar 08 geht’s dann hier auch weiter… Bis dann!

Rettungsanker Haiti
Eine Aktion von Spreeblick nach einer Idee von Mayers Notizblog
Kontakt

post@mayers-notizblog.de

04407 - 714144

Bei Kaltakquise oder blöden Gewinnspielen lege ich einfach auf oder sag's dem Anwalt :-)

Gute Ideen
Global Voices
Reklame
Neueste Statements
Auch zu finden bei:
re:publica 10

Kamimaro - Fotos von Michael und Karin

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

blogoscoop

Klingelbeutel
Who's Online
  • 0 Members.
  • 7 Guests.
  • Insgesamt 143301 Besucher auf MN