Archiv für November 2007

Aus einem alten Tagebuch

Gerade in meinem Krimskrams wiederentdeckt:

Tagebucheintarg von einem 16.08.: “Ein Tag wie an einem verlassenen Bahnhof in Sibirien.”

Kein schönes Bild, aber dafür plastisch…

Charles

Französisch ausgesprochen “Scharrl“. Mit richtigem Namen Karl Heinz. Einziger Sohn eines kleinen Landfrisörs, von uns boshaften Kommilitonen damals stets als “Coiffeur N” tituliert.

Scharrl kam vom ersten Tag an mit Anzug, Krawatte und Diplomatenkoffer zur Vorlesung. Drei Jahre lang gab es davon nur wenige Abweichungen. Für den Sohn eines Coiffeurs höchst bedauerlich war der Umstand, dass er bereits in den niedrigen Zwanzigern ein recht ausgedünntes Haupthaar durch die Welt trug. Unter dem schütteren Scheitel zeigte sich eine fliehende Stirn, die in wulstige Augenbrauen mündete. Seine Lippen waren ebenso wulstig und sie verbargen zwei Reihen riesiger, furchteinflössender Reißzähne. Er musste ein direkter Nachfahre des Neandertalers sein. Eine wissenschaftliche Sensation, die wir jedoch keiner vernünftigen Expertise zuführten. Na ja, war eben kein naturwissenschaftlicher Studiengang… Scharrls intellektuelle Leistungen unterstützen diese These mehr, als dass sie sie wiederlegt hätten. Ein kleines Beispiel dafür – neben seinen unterirdischen Klausurleistungen – ist seine Reaktion auf die Aufforderung eines Dozenten hin, doch bitte den Overheadprojektor anzuschalten. “Die Systematik dieser Technik ist mir nicht vertraut”, gab er zu verstehen. Eine gewisse Wortgewandtheit mochte man ihm nicht absprechen.

Nun ist es so, dass wir uns natürlich im Lauf der Zeit die Frage stellten, wie er denn überhaupt so weit gekommen war, schließlich ging der Zulassung zur Fachhochschule damals noch ein ekelhaftes Auswahlverfahren voraus. Zudem sind wir nie dahinter gekommen, ob sein ganzes Auftreten nur dem Wunsch seiner Eltern entsprungen war, dass doch dem einzigen Sprössling eine bessere Zukunft als die eigene bevorstehen sollte und er nur demütig deren Sehnsüchte zu repräsentieren suchte, oder ob er vielmehr selbst der Motor all seiner Skurrilitäten war.

Jedenfalls kämpfte er sich mit Ach und Krach bis zu den Diplomprüfungen durch. Dort scheiterte er dermaßen überwältigend, daß ihm von der FH sogar eine Wiederholung verwehrt wurde. Danach habe ich ihn nie wieder gesehen, aber ich hoffe Scharrl hat Schönes und Sinnvolles für sich in seinen Tagen und Jahren entdecken können.

Aufgeklärt

Ihr erinnert Euch an den Postfall von vor ein paar Tagen. Meine Ratlosigkeit ist einer Erleichterung gewichen. Es war wohl ein übergenauer Mitarbeiter in der Poststelle, dem das Kuvert im Kuvert nicht gefallen hat. Deswegen hat er gleich mal alles ausgepackt und neu eingetütet. Na ja, das ist zum Glück noch harmlose Variante. Ab in die Registratur damit!

Meine Güte

DAS HIER darf ich Euch keinesfalls vorenthalten. Keinesfalls!

(via +++, dem alten Lichtarbeiter)

Heute

habe ich im zarten Alter von 47 Last.fm kennengelernt!!! Den Begriff kannte ich zwar schon, aber jetzt habe ich einen eigenen Account und “scrobbel” da noch recht planlos rum. Opening war natürlich mit Queensryche. Heute habe ich ausserdem das neue Cafe Alt-Europa eröffnet. Linkbutton weiter unten in der Sidebar.

Was hab’ ich nur getan!

Sinus, Wurzel, Integral

Alles scheint so irreal

(Damals in der 10b)

Mein erster Computer war ein Atari. Lange her. Dann kam ein PC mit DOS 3punkthastenichtgesehn. So gings vorwärts bis ich irgendwann bei Windows XP gelandet bin. Und jetzt? Jetzt hab’ ich mich wohl zu wohl gefühlt, einen Rechner platt gemacht  und Debian “Etch” installiert.  Ich muss das mal loben. Mit dem Gnom Desktop und so. Funzt alles auf Anhieb bis auf WLAN. Na gut, hab ich eben erstmal ein Kabel genommen. Jetzt muss ich’s nur noch verstehen. Davon bin ich – glaub’ ich – Lichtjahre entfernt. Oh Gott, was hab’ ich da nur angerichtet…

Eine kurze Geschichte

Damals hatte sie ihm wortlos ihre Liebe entzogen und damit auch den Boden unter den Füssen weg. Nur – Letzteres wusste er nicht gleich. Es hat eher lang gedauert.

Er schwamm in seinen Tagen wie ein ertrinkender Fisch. Er wollte leben und das mit aller Macht. Er wähnte sich bald neu verliebt, bekam eine Abfuhr und strengte sich mächtig an, um sich wieder zu entlieben. In der Folge verbrauchte er Damen wie andere Leute Tempotaschentücher, aber er fühlte dabei nichts. Also lies er das sein und wandte sich dem Sport zu. Seine Aktivitäten waren vielfältig, gleichzeitig wurde er immer stumpfer und müder.

Er vernachlässigte seine Freundschaften und zog sich mehr und mehr zurück. Er fläzte nächtelang in seinem Sessel unter dem Kopfhörer mit der dröhnenden Rockmusik, rauchte und trank solange bis er erschöpft ins Bett fiel. Wenn er anfing sie wieder zu vermissen trank er einfach noch mehr. Irgendwie kam er immer noch jeden Tag zur Arbeit, aber ohne wirklich dort gewesen zu sein.

Was Freude war hatte er längst vergessen. Die stärkste Gefühlsregung löste der laue Schauer der morgendlichen Dusche bei ihm aus, danach kam nur der Zombietag. Eine jähe Änderung dieses Weges brachte eine Routineuntersuchung. So ganz nebenbei wurde der Krebs entdeckt. Diagnose schlecht, eine monatelange Behandlung mit ungewissen Erfolgschancen stand ihm bevor. Er nahm ohne zu zögern die Abkürzung.

Kleiner Einwurf zwischendurch

Die Republik braucht keine Terroristen mehr, wenn sie zulässt, dass ihre Freiheit und Bürgerrechte von ihren eigenen Politikern untergraben werden. Nicht wahr Herr Schäuble?

Wer ebenso empfindet ist herzlich zu einem Besuch auf www. peaceclub.de eingeladen. Technisch soweit fertig, inhaltlich natürlich noch eine Baustelle, denn es soll ja ein Gemeinschaftsprojekt werden. Interessenten, Vorschläge, Kritik usw. bitte an die dort genannte Mailadresse.

Vielleicht fällt auch jemand noch ein Tipp ein, wie man das RSS-Widget beschleunigen kann?

Ratlosigkeit

Heute gibt’s hier mal 100 Prozent Reality Blogging. Allerdings aus keinem guten Anlass. Ich bin von einem schweren Fall von Verletzung des Briefgeheimnisses betroffen. Es geht um eine Abrechnung des Kostenträgers der Krankenversicherung. Diese wurde geöffnet und mir dann in einem Umschlag von einem anderen Absender zugestellt. Darin befand sich eine Originalrechnunug auf der u.a. auch die Diagnose herauszulesen ist und die dazugehörende Abrechnung des Kostenträgers. Weitere erschreckende Details will ich hier nicht ausposaunen. Würdet ihr gleich zum Anwalt rennen?

Mitmachen!

Herrn Schäuble hoffentlich aus dem Amt entfernen:

HIER geht’s zur Aktion!

Nicht vergessen: Auch daran ist Schäuble einer der Hauptschuldigen:

todestag2007.png

Rettungsanker Haiti
Eine Aktion von Spreeblick nach einer Idee von Mayers Notizblog
Kontakt

post@mayers-notizblog.de

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Bei Kaltakquise oder blöden Gewinnspielen lege ich einfach auf oder sag's dem Anwalt :-)

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