Archiv für April 2007

A tribute

Wer kann sich heute schon noch an die Herren Jeffrey Hyman, John Cummings, Douglas Glen Colvin und Tamas Erdelyi erinnern? Kaum jemand vermutlich, denn besser bekannt war diese “Happy Family” unter den Namen Joey, Johnny, Dee Dee und Tommy Ramone. The Ramones – eine meiner Lieblingsbands aus den 70 ern, die immer mehr in Vergessenheit gerät. Zu unrecht wie ich finde, denn die vier Jungs aus dem New Yorker Stadtteil Queens haben Musikgeschichte geschrieben. Allein die unglaubliche Zahl von fast 2.300 Live Gigs in den insgesamt 22 Ramones Jahren ist monumental. Das bedeutet alle 3-4 Tage ein Konzert!

Ganz viele Songs aus den ersten 3 bis 4 Jahren der Band wie z. B. Commando oder Teenage Lobotomy finde ich heute noch “saugut” wenn ich sie höre. Nachdem es in den 90er Jahren nochmals einen kleineren Hype um die Ramones gegeben hat, weil sich damals neue Bands wie The Offspring und Green Day bekannten, dass die Ramones ihre Vorbilder gewesen waren, ebbte das Interesse danach rasch ab. Allerdings erschien im Jahr 2003 ein recht guter Tribute – Sampler unter dem Titel “We’re a Happy Family” mit Bands wie Red Hot Chili Peppers, Kiss, Metallica, Marilyn Manson, Tom Waits und und und.

Leider lebt heute als einziger Überlebender der Urformation nur noch Tommy Ramone. Eine Überdosis Heroin, Lymphdrüsen- und Prostatakrebs rafften die anderen Bandmitglieder leider sehr vorzeitig dahin.

Jetzt hab’ ich kürzlich entdeckt, dass es in Berlin sogar ein Ramones Museum gibt. Da bin ich bei meinem nächsten Besuch in der Hauptstadt drin. Garantiert!

Gabba, Gabba, Hey! ;-)

Vom Loslassen

Der B. ist ein zierliches Männlein, aber fit wie der berühmte Turnschuh. Für jenseits der 70 nicht so ganz selbstverständlich. Ich kann ihn gut leiden, was daran liegt, dass er die Attribute dezent, wohlüberlegt, leise und tiefgründig in netter Weise miteinander verbindet.

Dabei hatte der B. kein einfaches Leben. Als Kind musste er 1941 zweimal ins Krankenhaus und jedesmal wenn er dort war fiel gleichzeitig einer seiner grossen Brüder im Krieg. Später kamen Flucht und Vertreibung dazu. So fand er sich 1946 als Kind in Begleitung nur von Bruchteilen seiner einst so grossen Familie in Thüringen wieder. Arm. Bitterarm; mehr als er am Leib trug besass er nicht und seinen Angehörigen ging es nicht anders. Diese einschneidenden Erlebnisse prägen B. bis heute.

Er kann nämlich Dinge nicht loslassen, am allerwenigsten Bücher.  Das an sich ist ja weder schlimm noch ungewöhnlich, es gibt schliesslich viele Menschen, die sich von Büchern nicht trennen könnten. Bei ihm ist es jedoch so, dass die Bücher zur Last geworden sind. Bücher sind einfach überall. In Kartons unter dem Bett, oben auf den Schränken, das Kellerabteil ist mit Bücherkisten vollgestopft und selbst das Haus von B.’s Schwester ist mit seinen Bücherschachteln vollgeräumt. Er hat den Überblick längst verloren und sein erster zaghafter Versuch sich von der Last zu befreien ist leider gescheitert. Die Gemeinde, der B. einen Teil seines Bücherbestandes vermachen wollte, sah sich ausserstande wegen der geringen Personalkapazitäten mit der Masse fertig zu werden. Das lässt die wahre Menge erahnen….

Nun erwägt er einen eigenen Bücherbasar zu veranstalten, wenn so kommt geh’ ich hin. Obwohl… ich hab’ eigentlich schon lange keinen Platz mehr zuhause für Bücher. 

Lesetipp

Einen lesenswerten Beitrag zum deutschen Innenminister gibt es bei Frau Klugscheisser.

Zur Erinnerung: Das Stasi 2.0  ist leider immer noch der deutsche Innenminister….

Seminar

Bei uns in der Company kann man seit heute folgendes Seminar besuchen:

“Wutlook für Fortgeschrittene”

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Vergnügen :-)

Der Fahrstuhl

Im Gegensatz zum ersten Mal war es diesmal richtig schnell gegangen. Ein paar Tage davor hatte so ein wenig innere Unruhe eingesetzt, die er nicht wirklich als störend empfand. Dann kam das Wochenende und er fand sich ohne Vorwarnung in einem Fahrstuhl wieder. Einem Fahrstuhl ohne die üblichen Knöpfe und der Lift kannte nur eine Richtung: abwärts. Ohne Halt, ohne Gnade abwärts. Es war in gewisser Weise atemberaubend wie er sich selbst dabei zusehen konnte als ihn Freude, Mut und Zuversicht wie ätherische Nebelschwaden über einem Berggipfel verliesen. Irgendwann fuhr der Aufzug nicht mehr weiter. Es war still und in der Stille, auf den wenigen Quadratmetern Aufzug erschien es  ihm nunmehr als einzige Möglichkeit in der es sich noch leben, nein existieren lies. Das Gefängnis hatte sich in einen Zufluchtsort verwandelt. Das Denken fiel ihm so unglaublich schwer, von Konzentration konnte man nicht reden, eine bleierne Müdigkeit bedeckte ihn wie eine Grabplatte. Und so wähnte er sich sicher im Aufzug während gleichzeitig seine Selbstzweifel immens an Gewicht zulegten.

Eines Morgens entdeckte er den Knopf. Er hätte schwören können, dass der zuvor nicht dagewesen war, aber das konnte ja auch nicht sein. Ein roter Knopf, eine Alarmanlage. Er zögerte nicht lange, obwohl das nach seiner Überzeugung eigentlich geboten gewesen wäre und presste seinen Daumen drauf. Es dauerte nicht lange, dann kam ein Mann, der ein Arzt war mit einem Stemmeisen. Er hörte wie der Mann das Eisen in den Spalt zwischen den Türsegmenten klemmte. Es knarrte, dann fiel ein greller Lichtstreifen durch den Spalt und er schloss geblendet die Augen. Der Mann sprach mit ihm, aber seine Worte verklangen ohne wirklich wahrgenommen zu sein. Eine Frau kam und hielt seine Hand durch den Türspalt.

Das ging so einige Tage und der Mann brachte ihm Medikamente mit. Der Spalt zwischen den Türen wurde breiter und er fing an sich an die Helligkeit zu gewöhnen. Die Sätze des Mannes schwangen sich aus dem Geblubber des Sumpfes empor und bekamen Sinn und Zusammenhang in seinen Ohren.

Langsam setzte sich der Fahrstuhl nach oben in Bewegung.

Cross Selling

Eine Methode, die z.B. bei Amazon und anderen Onlineversandhäusern schon lange praktiziert wird, würde sich auch im medizinischen Bereich vielversprechend einsetzen lassen….:

“Kunden, die dieses Fusspilzmittel gekauft haben, erwarben auch oft Salbe gegen Afterjucken.” Natürlich mit schönen Bildern dabei…

Ein Bild sagt oft mehr als 1.000 Worte

Stasi 2.0

Aber ich sag’ trotzdem noch was dazu: “Herr Schäuble – es reicht! War Ihre groteske Datensammelwut noch als simplere Verirrung einzuschätzen, so ist das Vorhaben die Unschuldsvermutung zur Terrorabwehr quasi umzukehren ein Frontalangriff auf die Grundwerte der Bundesrepublik. Eine pauschale Vorverurteilung des Bürgers, verbunden mit der Frechheit, dass der Verdächtigte seine Unschuld beweisen muss, während es bislang erfreulicherweise so ist, dass Spuren und Zeugen, also die Ermittlungsergebnisse beweisen müssen, dass jemand schuldig ist. Ihre Politik gleicht mittlerweile mehr einem persönlichen Rachefeldzug, als der eines Innenministers, der nach ehrlicher Güterabwägung den besten Weg zum Wohle des ganzen Gemeinwesens zu gehen versucht. Ganz ehrlich: Ich finde Sie sind als Bundesinnenminister nicht mehr tragbar. Wie wär’s mit Ruhestand in Texas?”

Hier gibt’s das Bild. Und bei Udo Vetter und Netzpolitik noch ein paar Artikel zu dem ganzen Themenkomplex “Überwachungsstaat”.

Tod durch Erschiessen

Es ist wieder geschehen und schlimmer als jemals zuvor. Ein Amoklauf im Land der Revolvermänner, der nach derzeitigem Stand der Dinge 33 Menschenleben gekostet hat. Es wird viel spekuliert werden über die Polizeiarbeit, wie es sein konnte, dass nach fast zwei Stunden die Ballerei nochmal – und dann erst richtig – losging, warum nicht gleich evakuiert wurde etc., etc..

Das ist zwar eine notwendige ex-post Betrachtung, nur bringt sie für die Zukunft der USA nichts. Ein Staat in dem der Tod durch Erschiessen nach den Herz- Kreislaufkrankheiten zur Nummer 2 in der Rangfolge der häufigsten Todesarten aufgestiegen ist. Vor Krebs, AIDS oder anderen Seuchen. Es wird viel diskutiert werden über schludrige Waffengesetze, die dort ja weitgehend Ländersache sind und über die Macht der Lobbyisten. Dass der Einfluss der NRA (National Rifle Association) radikal gebrochen werden muss steht für mich ausser Frage. Das wird schwer genug und ist trotzdem zu kurz gesprungen.

Amerika muss in diesem Punkt sein Selbstverständnis ändern und zur Kenntnis nehmen, dass die Zeiten in denen der zweite Verfassungszusatz (A well-regulated Militia being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear arms shall not be infringed.)  und seine lockere Interpretation noch Sinn machten, seit ca. 120 Jahren vorbei sind. Der zweite Halbsatz dieses Verfassungszusatzes gehört einfach gestrichen. Unter Bush wird das sicher niemals geschehen, aber sollte in Zukunft die Präsidentschaft einem Mr. Obama oder einer Mrs. Clinton gehören wäre ich in diesem Punkt dezent optimistischer.

Doch selbst dann bleibt ein fatales Problem: Die vermutlich unvorstellbare Zahl von Waffen und Gebirge von Munition, die in diesem Land in der ein oder anderen Weise unterwegs sind. Wie soll der Staat seine Bürger entwaffnen? Diejenigen, die wirklich nur aus Sorge vor dem Verbrechen eine Knarre im Wohnzimmerschrank lagern, werden diese dann bei geänderter Rechtslage auch klaglos abliefern. Die gefährlicheren Mitbürger aber, die werden ihr Arsenal nur besser verstecken.

Wäschewechsel

Oder auch Frühjahrsputz…. Der wirkliche Grund ist, dass mich das fblue Theme immer wieder zur Raserei bringt. Ich hatte es zwar weitgehend eingedeutscht, aber ich muss immer wieder feststellen, dass das Teil einige Features einfach nicht verdaut. Kann sein, dass sich heute Abend noch einige Ausfälle einschleichen, aber dann wird alles wieder gut :-)

Jetzt schwing’ ich mich erstmal aufs Rad…..

Endlich entschlüsselt

 

Jeder kennt die Warnaufschriften auf den Zigarettenschachteln mit den grausamen Botschaften. Dass es sich in Wahrheit um Geheimbotschaften aus dem Bundesgesundheitsministerium handelt wurde jetzt von MN aufgedeckt. Nehmen Sie z.B. den Aufdruck “Rauchen kann tödlich sein.” Dechiffriert wird daraus “Ich send Nackthure Anni Öl”. Oder auch die Floskel “Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs”. In Wahrheit steckt darin die Botschaft: “Könlechners Tasche vergraben! URL undicht! U.”  Wobei man nicht umhin kann hinter dem U. die Ulla Schmidt höchstselbst zu vermuten. Ein Skandal ersten Ranges zeichnet sich ab!

 

Rettungsanker Haiti
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